Anbau und Pflege von Moringa Oleifera

Wenngleich Moringa Oleifera als eine verhältnismäßig pflegeleichte Pflanze einzustufen ist, müssen die geeigneten Rahmenbedingungen vorherrschen, damit der Wunderbaum gedeihen kann. Sandige und karge Böden sind ideal. Denn sind die Böden zu feucht, faulen die Wurzeln von Moringa Oleifera sehr schnell, was zu einem Absterben der Pflanze führen würde. Temperaturen von 20 bis 35 Grad Celsius sind für den Anbau optimal. Nur wenn diese Temperaturen konstant gegeben sind, kann die Pflanze gedeihen. Daher ist Morigna Oleifera vorwiegend in Äquator-Nähe anzutreffen. Auch Temperaturen von 35 bis 48 Grad Celsius kann der Baum überleben. Dann ist aber mit einem Austrocknen der sehr dünnen Äste zu rechnen. Auf Dauer wird der Baum bei diesen Temperaturen keine Blüten und nur wenig bis keine Blätter tragen. Die langen Pfahlwurzeln sind dafür verantwortlich, dass Moringa Oleifera selbst längere Dürrezeiten verhältnismäßig gut überstehen kann. Ein starker Wildwuchs von Moringa ist in den Ursprungsländern zu verzeichnen. Allerdings stammen die Moringa Präparate, die in Deutschland erhältlich sind, zumeist nur von Pflanzen, die gezielt auf einer Plantage angebaut wurden.

 

Solche Plantagen sind meist in einer Lage von 250 bis 500 Metern über den Meeresspiegel anzutreffen, da Moringa diese Höhenlage bevorzugt. Neben einem lehmigen Boden ist auch der PH-Wert des Bodens für die Pflanze wichtig. Ein Wert zwischen 6,2 und 7,1 ist ideal. Mindestens 200 Millimeter Niederschlag pro Jahr sind zudem erforderlich. Bei dieser Niederschlagsmenge blüht der Moringa Baum nicht durchgehend. Wird jedoch eine Niederschlagsmenge von maximal 3.000 Millimetern jährlich erreicht, so ist eine durchgehende Blüte des Baums nicht ausgeschlossen. Staunässe kann empfindliche Schäden bei der Kultivierung der Pflanze anrichten. Somit sind spezielle Vorrichtungen zu treffen, damit das überschüssige Wasser aus den Böden gut ablaufen kann. Ein Anbau auf speziell für diesen Zweck angelegten Hügeln kann sich daher durchaus bezahlt machen. Eine Überwinterung von Moringa Oleifera ist nur dann möglich, wenn die Temperaturgrenze von mindestens 10 Grad Celsius nicht unterschritten wird. Ein großer Vorteil besteht drin, dass das Aussäen der Samen ganzjährig möglich ist. Ein regelmäßiges Beschneiden der Pflanze ist sinnvoll, da man so den größten Ertrag an Blättern abernten kann. Denn an den Schnittstellen bildet der Baum sehr schnell wieder neue Blätter aus, welche es entsprechend erneut abzuernten gilt.

 

Im Allgemeinen ist eine Zugabe von Dünger nicht unbedingt notwendig. Allerdings können die Erträge auf diesem Weg durchaus gesteigert werden. Eine Düngung mit Kompost, Stallmist oder Gülle ist dabei völlig ausreichend. Künstliche Dünger müssen also nicht zwingend verwendet werden. Wird jedoch mit Ammoniumsulfat gedüngt, ist eine Vervielfachung der Erträge möglich. Alles in allem ist Moringa als Luststickstoffsammler ein relativ anspruchsloser Baum, der sich an die natürlichen Gegebenheiten in seiner Umgebung nach Möglichkeit anpasst. Binnen der ersten drei Jahre gibt die Jungpflanze zwischen 375 und 625 Samen ab. Bei einem ausgewachsenen Baum kann sich die Samenmenge auf bis zu 5.000 Samen pro Jahr erhöhen. Bemerkenswert ist zudem, dass Moringa Oleifera vor allem in den Gebieten wächst, in denen die heilversprechenden Kräfte des Baumes aufgrund der hungerleidenden Bevölkerung am stärksten benötigt werden. Zum Teil wird dies als eine Selbstkorrektur der Natur angesehen.

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